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Silberfunken - Gildins Reise ins neue Leben - Geschichten vom Mut haben und Mut brauchen

Teil 7


Der Titel ist von einem tollen Kinderbuch gemopst – eines, das ich auch in der Klasse gern zum Vorlesen und Selberlesen verwende.


Und wie so Vieles, haben unsere Hunde auch das mit uns gemein – das Leben birgt Herausforderungen, für die es schon ein Quentchen Mut braucht, um sich ihnen zu stellen und sie zu bewältigen. Was eine Herausforderung ist, kann niemand entscheiden außer dem oder der davor Stehenden.


Uns können schon Geschichten helfen, unser Mut-Konto aufzufüllen, um davon schöpfen zu können, wenn wir es brauchen.


Wie sammeln wir Guthaben auf dem Mut-Konto unserer Hunde?

Gildin braucht momentan oft Mut. Aus seinem Vorleben kam er mit einem dicken Minus auf seinem Mut-Konto hier an. Mit dem Neustart ist die Vergangenheit nicht gelöscht, es ist kein Start von null weg – manchmal beginnen wir tief in den roten Zahlen.


Erfolg zu haben macht mutig und Lust auf mehr, weil die Resilienz wächst.

Deshalb ist das Hinausschieben der Grenzen der Komfortzone, an die Hund auf seinem Weg ins neue Leben immer wieder stößt, nichts, vor dem man sich zu fürchten braucht – Voraussetzung, es ist ein Angebot, ein Vorschlag mit Wahlmöglichkeiten im leistbaren Bereich, und keine Abrissaktion mit dem Caterpillar.


Mit vielen kleinen Erfolgen füllt sich Gildins Mut-Konto zusehens.

Gildin ist vor solchen Aktivitäten weder hungrig, noch ist das Bewältigen der Aufgabe seine einzige Möglichkeit, an die Goodies zu kommen – die gibt es auch „gratis“ vor die kleine Nase.


Ich biete ihm die Möglichkeit, etwas auszuprobieren und sich anregend zu beschäftigen.

Er stellt sich der Aufgabe und löst sie, weil er es möchte.


Das erste Video zeigt ihn an seiner ersten Schnüffelbox mit einer lose darin liegenden Klorolle. Spooky Ding, bei dem Sir Zwucki sich nicht ganz sicher war, ob es ihn nicht doch anspringen könnte…



Gildin, eine Woche und einige, immer etwas anders gestaltete Schnüffelboxen später – zu der Rolle, die jetzt schon verschiedenste Positionen eingenommen und bereits jeden Schrecken verloren hat,



hat sich knisterndes Verpackungsmaterial aus ungefährlicher Maisstärke neu dazu gesellt – und ist keinen Moment des Zögerns wert. Mission erfüllt – das Mut-Konto füllt sich.



Was es bringt … mehr als Nebeneffekte

Gildin kann jetzt Schnüffelboxen leeren. Das ist lerntechnisch an sich schon ein Zugewinn – aber es tut noch viel mehr.


Was er hier lernt und anwendet ist, sich etwas zu trauen. Sich Neuem anzunähern, es zu untersuchen – auch wenn er anfangs ganz offensichtlich seine Zweifel hat. Handlungsmöglichkeiten erproben, selbstständig zu denken, Positives zu erwarten und Mut aufzubringen, sich einer Herausforderung, und sei sie in unseren Augen (und nur dort!) auch noch so winzig, zu stellen, statt in innerer Emigration zu versinken und zu hoffen, dass was-auch-immer einfach wieder weggeht, ohne ihn zu fressen.

All das sind Dinge, die wir auf unserem weiteren Weg brauchen.


Auch für mich ändern sich durch diese Übungen Dinge.

Das Tun an der Schnüffelbox oder der Hühnchen-Spur ist für Gildin so wichtig und positiv, dass er sich durch Filmen aus allernächster Nähe überhaupt nicht mehr gestört fühlt.


Hühnchen kann man mittlerweile genauso gut auf mich zu aufklauben, was ein gewaltiger Schritt für ihn ist. Das Zögern setzt erst noch ein, wenn wir fast auf Tuchfühlung sind.

Und auch hier nehme ich das an, was er zu tun im Stande ist – er MUSS das letzte Stückchen nicht aus meiner Hand nehmen.



Im Video sieht man deutlich, dass er sich in dem Moment, in dem er merkt, dass ich seine Grenze wahrnehme und akzeptiere, indem ich ihm die letzten Stückchen zuschupfe, wieder in seinem Wohlfühlbereich befindet und er daher das letzte Stück Huhn ganz nah an meiner Hand aufnehmen kann.


Er ist eben ein echter kleiner Mut-Zwerg geworden, mit wachsendem Mut-Konto, das uns helfen wird, seine Umwelt und das Leben zu erobern.








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